4. Reisebericht – ankommen und heimkehren

Hallo Liebe Leser (=incl. /innen)  meines Reiseberichtes

Irgendwie kommt der letzte Bericht meiner Reise „etwas“ spät😉  –  aber besser spät wie gar nicht – und was man anfängt soll man auch zu Ende bringen heisst es doch so schön.

Meine Reise habe ich tatsächlich – Gott sei dank – wohlbehalten und Reich an Erfahrungen und Eindrücken beenden können.

Ja es ist nun schon fast ein halbes Jahr her – aber ich erinnere mich, wie wenn es Heute wäre, wie ich in der Abenddämmerung die Grenze von Kenia nach Uganda überquert habe – auf der Suche nach einem Schlafplatz.

Das einzige große Hotel in der nähe hätte 25 US Dollar gekostet – darüber war ich wirklich verärgert, weil das in Afrika eine UNSUMME an Geld ist. Eine Anwohnerin hat das mitbekommen – und mich freundlich in Ihr Haus eingeladen.

Sie war Lehrerin und wohnte auf dem rießigen Schulgelände. Ihre beiden Söhne holten mich ab und führten mich durch  einen mit Bananenstauden und vielen Früchten bepflanzten Garten, ins Haus. Diese Frau war sehr gläubig – und voller Freude. Um so beschämender war es für mich als ich später am Küchentisch in einem Schulheft lesen musste, wie die Europäer – unter anderem die Deutschen mit ihrem christlichen Machtkonstrukt die Afrikanische Welt unterworfen und kolonialisiert haben.

Am nächsten Morgen – es war noch dunkel – wurde ich von einer inbrünstigen stimme sanft aus meinem Schlaf geweckt – es war die selbe Mutter – die Ihre Kinder und mich aus dem Schlaf weckte mit christlichen Liedern und Gesang in ihrer Stammessprache. Es hat mich zutiefst bewegt und gerührt – ein sehr tolles Erlebnis.

In Lastwägen bin ich Richtung Nord-Westen – schnell vorangekommen – teilweise musste man aber auch etwas bezahlen für den Ritt auf den Abenteuerlichen Straßen. Sehr oft wurde man angehalten und kontrolliert – dank meiner Anwesenheit wurden wir oft weiter gewunken – bzw. sahen die Kontrolleure vom Bestechungsgeld für die Weiterfahrt ab – ganz zur Freude meiner Coiffeure.

Uganda war zu dieser Zeit ein leuchtend grünes Land – während all meinen Fahrten bin ich – wenn ich nicht gerade in Gesprächen mit anderen war – an den Scheiben der Transportmittel gehangen und habe all die Natur in mich aufgesogen wie ein Schwamm – ich wollte nichts verpassen – alles sehen – genießen – abspeichern. Aber Uganda war so leuchtend grün, dass es mir zum Ende hin schon fast zu grün geworden ist…

Am letzten Abend vor der Ankunft bei meinen Eltern bin ich auf einem Lastwagen von Congolesen gesprungen. Wir sind so langsam gefahren weil die Straßen so schlecht und schmal waren, dass wir uns quasi nicht vom Fleck bewegt haben. Entgegenkommende Fahrzeuge haben uns sogar schmierige Mangokerne gegen die Frontscheibe geschmissen. – Rassismus in Afrika. Am Straßenrand kamen immer wieder runde Lehmhütten mit Strohdächern vorbei – irgendwann fasste ich meinen Mut zusammen und sagte, dass ich raus möchte um mir einen Platz zum schlafen zu suchen.

Ich ging auf einen Dorfbewohner zu, der gerade vor seinem Haus eine Kuh melkte – Kinder sprangen herum – und kurz darauf musst ich feststellen, dass er kein Wort Englisch konnte – darauf hin verwies er mich an seinen Nachbarn. Ein Lehrer der mich freundlich aufnahm. Er zeigte mir seine Hütten – eins die Küche – eins das Eltern Schlafzimmer – eins für die OMMA – eins für den Sohn  – etc.🙂     Seine Frau würde für uns Kochen aber ich solle mich erstmal duschen. Es war schon Dunkel als ich in die schiefe 1qm Wellblech Dusche hineintrat – hinter mir am Boden liegend 2 fette Kühe.

Ich will schon meine Muskeln anspannen um die Kälte des Duschwassers aus der Schüssel abzuwehren als ich feststelle, dass es warmes Wasser ist. Wie ich es mit ausgestreckter Hand und Kopf nach oben gerichtet über mich giesse sehe ich den Sternenhimmel – und wie auf einmal packen mich all diese Gefühle – von Abenteuer – Fernweh – Zufriedenheit und GLÜCK.

Ich darf Ihre Essen essen – Ihr Leben teilen – Kulturen prallen aufeinander – ja es sind Welten und doch ist alles voller Vertrauen und Neugier. Wieder geht ein Traum in Erfüllung als ich mein Schlaflager in der Lehmhütte des Sohns aufbauen darf…  Einmal in einer echten Afrikanischen Rundhütte Schlafen….

So viel mehr könnte ich Schreiben aber ich muss mich kurz fassen…

Auf jeden Fall war am nächsten Tag die letzte Etappe – ich bin an eine Brücke gekommen die über den weissen Nil geht – dort ist der Nil so reissend, dass man es nicht in einem Boot überleben könnte. In der nähe der Brücke wohnt eine Pavian Familie in den Bäumen. Mindestens  eine halbe Stunde habe ich mich auf die Straße gesetzt und diese Interessanten Tiere beobachtet. Sogar ihre 2 süßen Babys wurden oben auf den Ästen vor mir gezeigt – und die 2 Mütter liessen ihre Jungen jeweils in die Arme der anderen Mutter laufen – immer mich im Blick habend.

Einmal ging die Bremsflüssigkeit von einem Auto aus – dann warteten wir so lange bis wir wieder weiterfahren konnten🙂

100 Km vor dem Ziel das erste mal ein Elefant mitten in der Prärie – ich hätte Ihn gar nicht erkannt, wenn Ihn mir  der Fahrer nicht gezeigt hätte – ich sah nur einen grauen Felsen – auch die Flusspferde  und weiteres – sieht man beim ersten mal hinsehen verwunderlicher weise nicht.

Ja die letzten Kilometer zählte ich – es wurde Zeit – nach 2 Monaten endlich anzukommen. Von der ferne sah ich die Radiomasten der Missionsstation – der Ort an dem meine Eltern sind – das wusste ich, weil ich diese Masten von einem Foto wiedererkannte…  Voller kribbeln im Bauch machte ich mich auf dem letzten Weg – zu Fuss – quer über das Fussballfeld – was links und rechts von mir passierte bemerkte ich gar nicht mehr – nur noch der Blick dorthin…

Von weitem schon sah ich meinem Vater – er bemerkte mich erst gar nicht – Plötzlich ein Schrei aus dem Wohnhaus – SIMON – und schon lagen wir uns in den Armen. Ein schöner Moment – ein tolles Gefühl – Erleichterung – Endlich da.

Eine ganze Woche habe ich dort verbracht mit meinen Eltern eine schöne Zeit – Den Funkmasten musste ich natürlich auch einmal beim Sonnenaufgang besteigen.

Mit dem Buss ging es dann zurück nach Kampala in die Hauptsadt von Uganda.

Flug nach Cairo (Aegypten) – von dort aus ans Mittelmeer mit dem ZUG – offene Fenster – offene Türe – am Suez Kanal entlang – einmal habe ich mich in die Türe gestellt und mich nach aussen gelehnt – im selben moment rast uns ein Zug entgegen.

Wenn man vom Zug aus in die Wüste geschaut hat – sah man plötzlich ein Schiff  (was sage ich ein riesen Monster – voll gepackt mit unzähligen Hochsehcontainern – Maersk etc.) mitten durch die Wüste fahren, weil die Sanddünen das Wasser verdeckt haben – Leider musste ich diese Fotos später im Büro vom Polizei ober GURU löschen – weil mich 2 Zivilpolizisten beim Fotografieren beobachteten.

Am Meer wurde ich am Abend überfallen von 2 Jungen Männern – die mich im Schlaf überraschten – ich schreckte auf und verfolgte einen mit meinem Pfefferspray – während sich der andere an meinem Zelt zu schaffen machte – schnell zurück – Gott sei dank – hat er nichts erwischt – sie sind abgedüst – mein Glück. Schnell packte ich meine 7 Sachen um zu 0verschwinden. Meine Befürchtung hat sich  als wahr erwiesen – als kurz danach fast 10 Leute den Platz des Geschehens nach mir absuchen – während ich aus sicherer Distanz meinen Schlafsack und meine Sachen nochmal vernünftig einpackte.

Am nächsten Tag gings im Sinai vorbei an Militär Stützpunkten runter nach Sharm el Sheikh. Endlich der erholsame Teil meiner Reise – Relaxen – Füsse baumeln lassen…. Schnorcheln die schönsten Korallen und leuchtendsten Fische.

Danach gings mit einem Südamerikanischen Deutschen weiter zur nächsten Station – er weihte mich ein ins Tauchen.

An jenem Wunderschönen Platz auf dieser Welt – mit Blick nach Saudi Arabien – am anderen Ufer des Golf von Akaba geht der Mond hinter der blauen gezackten Bergkette auf. Warmer lauer Wind streicht Nachts auf der aus Holz gezimmerten Restaurant Terasse durchs Gesicht. Kerzen Flackern und ähneln dem Tanzenden spiel des Mondes auf der Meeresoberfläche. Und die Sterne Funkeln. Das ganze wird von gigantischen Ägyptischen leise flüsternden Palmen umrahmt.

Das Leben ist der Augenblick – Das Leben ist der Moment – Das Leben ist ein Augenblick

Ich komme nach Israel – vom Süden durch abstruse Wüstenlandschaften – im Toten Meer bade ich – abends – wieder begrüsst mich der volle Mond aus dem Nachbarland – heute ist es Jordanien.

Nette deutsche Mädls nehmen mich als Anhalter mit in ein kleines nettes Dörfchen am Rande Jerusalems. Ich wohne in einem sehr alten und schönen Haus. Hier trifft sich Geschichte – und Moderne.

In Jerusalem wandere ich einmal auf der Mauer um die halbe Stadt – beobachte Menschen – Händler – Mosleme – Christen – Juden – ein buntes Gewirr von Verschiedenheiten. Bewaffnete Wächter…

Eine Tüte voll mit gemischten Süßigkeiten hab ich mir zusammengestellt – ich beobachte und lasse auf mich wirken. Menschen küssen Steine – andere singen und rennen einem Kreuzträger hinterher. Glocken läuten – Weihrauch steigt auf…  Das ist also Jerusalem

Als ich Abends einen im Anzug gekleideten Herrn mit 2 Locken hinter den Ohren nach dem Bus frage – und er gerade antworten will – fragt er mich nach meiner Herkunft – als er erfährt dass ich Deutscher bin – gehe ich Lieber in Deckung – damit hätte ich auch nicht gerechnet…

Ich möchte mit dem Containerschiff zurück – leider klappt es nicht – ich werde freundlich in den Shipping gesellschaften behandelt – aber es macht keinen Sinn – entweder zu teuer oder zu lange warten….

Nach Tel Aviv, einer Nacht am See Genezareth bei Kapernaum und Haifa – beschließe ich sehr spontan – den „Heimflug“ anzutreten.

Von Athen aus bin ich dann nach Patras getrampt – (schweres Unterfangen😉. 5 mal hab ich in Griechenland getrampt 1x davon haben mich Griechen mitgenommen – ansonsten Russen🙂

Von Patras gings mit einer rießigen Fähre nach Italien. Wie unser Schiff in Ancona anlegt  höre ich zum ersten mal seit 2 Monaten Glocken schlagen –  ich bekomme Gänsehaut – es fühlt sich an wie ein Kreuzritter der nach einer langen großen abenteuerlichen Weltreise – wohlgesonnen auf seinem Heimatboden empfangen wird…

Ich besuche meine Schwester in Italien und dann geht es über die Schweiz und Österreich nach Hause.

Ich habe es geschafft – Nach 5 minuten in Bayern werde ich unfreundlich von der Polizei auf der Autobahnabfahrt   angehalten – ich wäre über die Autobahn gegangen….

Ich weiss ich bin wieder Zuhause😉

So viele Kontrollen – 500 mal meinen Reisepass vorgezeigt – so viele Polizisten….. ich denke mir nur –

wenn die wüssten  ;-)

 

Was habe ich aus Afrika gelernt?:

Arm ist nicht wer wenig Geld hat.

 

Ich bedanke mich für eure Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Aufenthalt auf der Erde.

Euer SIMON

 

 

übrigens mein nächster Traum ist ein Leben im Einklang von und mit der Natur

möchte gerne ein Jahr lang den Traum der Selbstversorgung als Experiment verwirklichen…

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3. Reisebericht

Habare Jako – Hallo aus Kenia

Ich habe so viel erlebt – das ist unglaublich – aber von ganz von vorne…

Zuletzt war ich mir nicht sicher ob ich ueberhaupt so weiterreisen kann wie alles geplant war – erstens weil es eigentlich hiess das ich kein Visa bekommen kann in Egypten – und 2. wegen der Sicherheitslage..

Gott sei dank hab ich ein Visa direkt in Assuan bekommen – dort habe ich auch den Schwaben Jochen getroffen der auf dem Weg von Deutschland nach Suedafrika mit dem Fahrrad ist – seine Seite mit Bildern> http://johnson.jaegerstueble.net

Er hat mich so angesteckt dass ich mich entschieden habe ein Fahrrad zu kaufen und mit ihm so weit wie moeglich durch die Wueste im Sudan zu fahren….

Erst ging es mit der Faehre am Nasser Stausee ueber die Grenze ca. 200km – vorbei an dem Tempel von Abu Simbel…

Ich habe mir in Wadi Halfa aus Plastikeimern eine Fahrradtasche gezimmert🙂 – Leider hatte mein Fahrrad ein paar qualitaetsmaengel – was laufende reparaturen veranlasste – aber den Funfaktor erheblich steigerte🙂

Wir haben uns zusammen ca. 4 – 500km durch die Wueste gekaempft –  wir haben im Nil gebadet – Goldsucher gesehen – eine Ausgrabung besucht – auf einer Sudanischen Hochzeit mitgefeiert, – ich bin auf einem Esel geritten, wir haben Karawanen gesehen, einfach ein tolles Erlebnis;

Der Sudan war fuer mich jetzt das Gastfreundlichste und freundlichste Land ueberhaupt – wir liessen unsere Fahrraeder in der Nacht fuer 4 Stunden alleine – kein Mensch haette irgendetwas angefasst geschweige denn angesehen…

Wir haben in der Wueste uebernachtet – im Zelt – diese Ruhe – man hoert Anfangs nur das Rauschen des Bluts im Ohr. Und wenn es dann dunkel wird kommt der gigantische Sternenhimmel zum Glanz.

Irgendwann hab ich meinen Wuestentripp abbrechen muessen wir hatten so einen starken Gegenwind – die Sonne war unerbaermlich – es hatte 45 Grad … die Sonne brennt wie Feuer auf der Haut….    dann bin ich mit dem Buss weiter – aber es war eines meiner tollsten Erlebnisse auf der Reise – dank Jochen

Lustig ist, dass es fast keine Frauen zu sehen gibt im Sudan.

Mit dem Buss bin ich also anschliessend bis nach Ethiopien gegondelt…  (super Strassen)..

In Ethiopien ging eine Berglandschaft los was ich wirklich  so nicht erwartet haette – man sieht ueberall Rundhuetten mit Strohdaechern – aber auch modernere mit Wellblech – wobei die traditonellen weitaus schoener sind;

In Ethiopien bin ich die meiste Zeit mit Lastwaegen getrampt – es ist eine Angenehme art zu reisen, da man gleichzeitig schoen Fotos machen kann…   Ethiopien hat riesige Rinderherden…. einmal habe ich bei einer Bauernfamilie in einer Lehmhuette uebernachtet — sie schlafen auf dem Boden auf Tierhaeuten – unglaublich… es war ein tolles Erlebnis…

Einmal haben wir einen riesigen Canyon durchfahren muessen das hat circa 1 Stunde gedauert …dort habe ich dann auch am hoechsten Punkt gecampt…  ein herabgestuerzter  Felsbrocken war so grosss wie der Lastwagen….  viele Unfaelle waren auf dieser Strecke – das erschreckt einen schon ..

Schreiner habe ich besucht um zu sehen wie in Afrika gearbeitet wird – es war so Lustig sogar seine Steckdosenleiste hatte er sich selbst aus Holz angefertigt… das ist Afrika :)     Ab und zu bin ich einfach zu Fuss geganen mit meinem Rucksack um mehr zu sehen….      Viele Leute laufen einem hinterher und sind neugierig oder wollen einem beklauen😉

Ich habe meinen Weg sogar mit Eselkarren und Pferdekarren bestritten… das war eine Gaudi vor allem fuer die Einheimischen….🙂

Manchmal am Strassenrand wird Tischtennis gespielt – dann habe ich den Schlaeger genommen und mitgespielt – um uns Standen 50 Leute alle begeistert – ich mit vollem Rucksack etc..

In Addis Abeba war ich leider etwas Krank = mein Bauch streikte – ich konnte bei Dinka Couchsurfen… bis ich gesund war – er sagte heute abend wollen wir grillen – als wir vom spazieren heimkamen / stand auf einmal ein Schafbock im Garten und fras Gras – ich stutzte – und fragte verdutzt / diesen?

Ja er wurde geschaechtet vom Hausaeltesten / der nicht mal mer von selbst laufen konnte…  das Schaf war nicht mal soooo schlecht🙂

In sued ethiopien durfte ich dann endlich einen anderen Traum in Erfuellung gehen lassen – auf einem Feld vor einem grossen berg – bat ich den Fahrer mich austeigen zu lassen / ich durfte dort mit einem Kuhgespann und einem Holzpflug pfluegen und bestieg anschliessend den Berg – ein gigantischer Ausblick 200 km in jede Richtung /

Naja irgendwann bin ich dann nach Kenia – hier bin ich wieder einige Kilometer zu Fuss geganen – ich habe zum ersten mal Affen gesehen – dort bin ich auf einem Schulbuss durch die Wilde Landschaft geduest…- am naechsten Tag auf einem Lastwagen – leider war keine Strasse vorhanden – so dass es fuer 100 km ca. 5 stunden gedauert hat / wir mussten 2x Reifen wechseln – nachts um 3 waren wir am Ziel / aber es war Gigantisch den Sternenhimmel auf dem Lastwagen mit anderen Menschen zu geniessen… Und der Duft des Waldes ist so bombastisch – ein Intensiver suesslicher duft – ich glaube so wie Flieder…

Ja dann gings zum Mount Kenia – ich wollte ihn so gerne Besteigen – aber da momentan Regenzeit ist und die Besteigung 550 Dollar gekostet haette – entschied ich mich schweren Herzens es bleiben zu lassen….

Ja gestern abend bin ich hier in Eldoret angekommen – und werde heute vielleicht noch Uganda erreichen – jetzt versuch ichs mal wieder im Lastwagen – die Matatus (busse) sind einfach zu klein fuer meine Fuesse🙂

Ich hoffe ich hab euch gelangweilt und wuensche euch alles gute aus Afrika.

Hakuna matata – kein Problem

euer simon

Uebrigens – habe ich mir ueberlegt fuer interessierte mal eine Fotoshow zu machen…

wenn ihr noch mehr Interessiert seid  – schreibe ich dann ein Buch😉

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2. Reisebericht

Salam Aleikum

(Frieden mit euch)

Ja jetzt versuche ich zum dritten mal einen Bericht hochzustellen. Es ist nicht alles so leicht wie Zuhause🙂

Das faengt schon bei einer Tastatur an….. etc…

Ja ich habe lange nichts geschrieben.

Zuletzt aus Rumaenien…

Von dort aus bin ich richtung Osten weitergetrampt.
Einmal hab ich bei einer netten Bauernfamilie uebernachten koennen. Der Mann kam gerade vom Feld mit seinem Pferd incl. Pflug zurueck…

In Constanta habe ich ein Schiff welches nach Egypten ging ausfindig gemacht – leider habe ich von den Behoerden nicht die Erlaubnis bekommen mitfahren zu duerfen…   Das Schiff war von super netten Syriern  – sie haben mich verpflegt und mich verarztet weil mich zuvor eine ganze Hundeherde verfolgt hat – einer hat mich etwas ins Bein gezwickt…
Ich habe sogar einmal auf dem Schiff in einer Kajuete uebernachten duerfen…

Die Reise auf den Ararat habe ich aus dem Grund nach hinten verschoben, weil es noch Wettermaessig zu frueh ist und weil mich das Schiff mit nach Egypt genommen haette…  (das hat sich eig. gut ergeben..)

Mein Wunsch war es trotzdem weiterhin ein Schiff richtung Sueden zu finden vielleicht waere ein anderer Hafen in der Tuerkei leichter….

also bin ich mit dem Buss von Constanza nach Istanbul getuckert – Bulgarien einmal von Nord nach Sued entlang der Kueste gefahren…

Das Wetter war schon einige Tage nicht recht schoen und so auch leider nicht als ich in der Tuerkei war.

Istanbul hat so seine Schoenheit fuer mich leider nicht wirklich entfalten koennen.

Im grossen Containerhafen Ambarli die gleiche Situation.
Also auf nach Griechenland🙂

Das letzte Stueck in der Tuerkei bin ich wieder getrampt – dort hat man mich an der Grenze abesetzt… als ich ans Haeuschen gehe… sagt man mir, dass ich nicht ohne Auto nach Griechenland darf….

Da sich die Tuerken und Griechen anscheinend nicht wirklich recht leiden koennen – ist dementsprechend rarer Verkehr….     ich warte 2,5 Stunden bei schlechtem Wetter und extrem kaltem Wind…   nichts zum unterstellen etc…

dann – endlich ein Deutsches Kennzeichen – ein junges Paerchen – nach einiger ueberzeugungskunst nehmen Sie mich mit ueber die Grenze…..

In Griechenland
treffe ich einen Israeli, der schon 6 Jahre am Reisen ist – ein super toller typ…  Er hat eine Geige dabei – gemeinsam uebernachten wir im Wald am Hafen von Alexandroupolis –  Wir erzaehlen uns viele Erlebnisse – ploetzlich kommen 5 vermummte Polizisten – eine komische Situation – uns werden viele Fragen gestellt……    Alles beruhigt sich – wir koennen bleiben…

Mit dem Zug bin ich dann nach Athen gefahren – eine tolle Reise mit einer spektakulaeren Landschaft….

In Athen
hab ich die Akropolis besucht – Sie war leider geschlossen.
Mir blieb quasi nichts anderes uebrig als die Mauer hochzuklettern um Sie bestaunen zu koennen….

Auch in Athen hatte ich kein Glueck mit den Schiffen – wieder haben mich Hunde umzingelt und ich hab es aufgegeben…..

Also bin ich kurzerhand nach Kairo geflogen….

Dort habe ich die Pyramiden gesehen – bin extra 2 mal hin um alles „in Ruhe“ nochmal geniessen zu koennen.

Dann habe ich mir einen Zug nach Assuan geschnappt – fuer 4 Euro🙂

Das war ein halb Afrikanisches Erlebnis – zuerst hatte ich nur einen Stehplatz. Ich war der einzige Auslaender in dem Zug. Manche Leute haben oben in der Gepaeckablage geschlafen….

Und die Landschaft war Zauberhaft – Palmen – gruene und gelbe Felder (reifes Getreide) – alles entlang an Flussarmen des Nils und in der Ferne die felsige Wueste – auf mit Futter beladenen Eseln sassen Maenner mit ihren Gewaendern und Turbanen und einen Stock in der Hand…

Je weiter man richtung Sueden kommt – desto dunkler werden die Hautfarben….

In Assuan habe ich den Philae Tempel besucht – ein grosses Bauwerk….
einfach toll mal alles aus naechster Naehe sehen zu koennen.

Die Pyramiden und die Bauwerke interessieren mich schon seit meiner Kindheit – somit hat sich fuer mich auch ein grosser Traum erfuellt….

Leider ist es manchmal wirklich unangenehm immer die selben Fragen gestellt zu bekommen und eine schwere Arbeit den ganzen Verkaeufern zu entfliehen…    Hello Where are u from – Whats your Name –    hab ich jetzt circa wirklich 1000 mal in den letzten Tagen gehoert….🙂

Gestern war ich zum 1. mal im Nil Baden – Saukalt!!!  ABER SUPER HAMMER😉   Das kuehlt die gefuehlten 40 Grad betreachtlich schnell herunter – aber man verbrennt sich sofort die Haut🙂

Am Montag geht die Faehre nach Wadi Halfa im SUDAN – irgendwie hab ich was von Krieg gehoert – mal sehen was ich jetzt mache….

Apropo Krieg – Heute bin ich wirklich erschrocken – man sieht hier immer Leute kacheln und streiten – aber Heute war einer Blutueberstroemt  in der Marktmeile – er hat mit einem Stock um sich geschlagen und ein Regal umgestossen – eine riesige Menge an Leuten war aussen rum – es war ein Streit – ich hab die Flucht ergriffen –

ein paar Meter weiter waren die Scheiben eines Schaufensters von einem Schuhladen eingeschlagen

Jetzt muss ich mal die Deutsche Botschaft in Kartoum wegen der Sicherheitslage befragen…

Liebe Gruesse aus Assuan

SIMON

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1. Reisebericht

Hallo Loide

Ja ich bin gerade hier in Rumänien – aber mal von ganz vorne…..

Am Mittwoch den 21.März 2011 gings los mit dem Bike – bis Regensburg gefühlte 140 Km!!!
Demenstprechend war meine Verfassung bei Ankunft und am nächsten Tag.
Da hat mir dann schon mein Hinterteil und meine Füße ein bisschen wehgetan🙂

Da ich in Regensburg am Hafen keinen Erfolg hatte auf ein Schiff zu springen, bin ich mit dem Rad weiter Donauabwärts geradelt.

In Straubing habe ich ein paar Bauern auf dem Feld angequatscht ob sie nicht ein Nachtquartier für mich hätten.
Zuerst haben sie mich etwas belächelt, aber es hat dann doch funktioniert.
Als Dankeschön habe ich am nächsten Morgen eine Stunde lang Kartoffeln geschaufelt  – und mir noch 5 davon als Reiseproviant mitnehmen dürfen.

Vom Straubinger Hafen aus bin ich mit einem Frachtschiff bis nach Passau gekommen – das war ein Supertolles Erlebnis – Ich habe ein bisschen mit auf dem Schiff geholfen und bin dafür komplett verpflegt worden. Lieben dank an die Besatzung der Martina.

In Passau hab ich mich ein bisschen umgeschaut – die Altstadt – der Dom- etc.

Leider sind 2 Speichen von meinem Hinterrad in Passau gebrochen. Das schwere Gepäck ca. 24 KG und ich noch dazu🙂 – das war oifach zu füll. Deshalb habe ich mein Fahrrad nach Österreich über die Grenze schieben müssen.😄
Und dabei den netten Internetspender Edward kennengelernt🙂 – der mich ganz nett Supertramp taufte

Ich habe mich wirklich nur sehr schweren Herzens von meinem Fahrrad trennen können.

Am Nachmittag bin ich also losgetrampt und bis kurz nach Linz gekommen, wo ich an einem Rasthof mein Zelt aufstellte.
Am Tag darauf hat mir dann noch ein netter Lastwagenfahrer ein Frühstück spendiert.
Danach hab ich mir erst mal Arbeit gesucht (und auch gleich gefunden) um mein Taschengeld etwas aufzubessern.
So habe ich 3 Tage in einer Gärtnerei gearbeitet….

Am Freitag morgen ging es ganz früh los – habe es geschafft bis nach Budapest in Ungarn zu Trampen. Dort wurde mir ans Herz gelegt, mich doch bitte lieber vorsichtshalber mit dem Zug weiter zu bewegen. Gesagt – getan für 65€ bin ich von Budapest nach Brasov in Rumänien gefahren. Dabei habe ich gleich noch einen Franzosen kennen gelernt der richtung Moldavien unterwegs ist…

Morgens in Rumänien  aus dem Zug Fotografiert….


So hab ich mir Rumänien vorgestellt – traumhaft schön – einfach Idyllisch –

Hier in Rumänien habe ich die Fackelträger besucht. Am Montag möchte ich dort mit Hand anlegen und ein bisschen helfen…

Ich muss sagen, dass ich wirklich so glücklich bin – diese Reise macht mir so viel Spass – man lernt so viele Menschen kennen und – lernt einfach so viel dazu. Man wird so gut von Leuten versorgt und beschenkt – das ist eine super tolle Erfahrung…

Bis bald – euer Simon

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1. Einleitung: Über die Reise

Wieso Weshalb Warum🙂

Zum einen möchte ich meine Eltern in Afrika besuchen.
Zum anderen möchte ich etwas von der Welt sehen – über den Tellerrand schauen (mal wieder).
Ein bisschen Abenteuerlustig bin ich zugegebenermaßen auch.

Einfach in den Flieger in Deutschland zu steigen und in Uganda wieder auszusteigen, erscheint mir dabei zu einfach und etwas befremdlich.

Auf dem Weg nach Uganda möchte ich die Menschen kennen lernen; die verschiedene Kulturen, Lebensauffassungen etc. – und vor allem den fließenden Übergang von eine Welt – in eine ganz andere….

Dabei möchte ich mich nicht dem Hotelsurfing hingeben, sondern auf die alte „Walz art“ – Hand gegen Brot soweit es möglich ist durchschlagen. Nur so hat man den direkten Kontakt zu den Menschen.


Was ich gerne sehen/machen würde auf der Reise:

Von zuhause aus möchte ich mit dem Fahrrad starten. Zuerst zur Donau – und an ihr entlang bis zum Schwarzen Meer – alle Verkehrsmittel sind erlaubt bis aufs Flugzeug – also: Trampen, Zug, Schiff etc.

So lange es geht möchte ich mein Fahrrad bei mir haben – irgendwann werde ich es dann aber jemanden schenken…

In Rumänien das bäuerliche Leben erleben, in Sibiu (Hermannstadt) vorbeischauen, das Fackelträgerzentrum besuchen und das große Naturreservat Tulcea mit den letzten in Europa wild lebenden Pferden bestaunen.

 In der Türkei evtl. bekannte in Istanbul besuchen oder gleich übers Schwarze Meer gen Osten um den Ararat (5165m) zu besteigen.

In Israel die Orte der Bibel mit eigenen Augen sehen.

In Ägypten die Pyramiden und am Nil entlang, die Bauwerke der alten Ägypter bestaunen.

In Afrika das einfache/schlichte  und zeitlose Leben genießen.

Die größe der Welt fassen und die schönheit und vielfalt der Natur erleben.

Heimwärts von Uganda mit dem Flieger nach Ägypten und von dort aus mit dem Schiff nach Griechenland Athen – die Akropolis besichtigen und von dort evtl. über Italien wieder nach Hause…

Wie alles wird entscheide ich aber im großen und ganzen spontan – das ist nur die Idee dahinter.


Grober Zeitplan:

1. Woche bis Rumänien
2.-3. Woche in Rumänien
4. bis Ararat
5. auf Ararat
6.Israel
7.-9.Ägypten bis Uganda 
10. Woche in Uganda
11.-13. Heimweg  egal wie :)

ich habe quasi ca. 3 monate und  1,5 wochen

Wegstrecke ca. 16.000km

Wer will, kann ganz nah mit dabei sein, und mir bei meiner Reise über die Schultern schauen.  So oft es möglich ist, werde ich hier meine Reiseberichte einstellen.

mfg simon

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